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Leisnig
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Die Städte
 
Leisnig – Stadt mit Burgromantik
Leisnig ist eine von 5 Städten des Landkreises Döbeln. Die Geschichte der Stadt mit über 950 Jahren ist sehr wechselhaft. Tafelgut des Kaiserreiches, Leisniger Kastenordnung als ein Ergebnis der Reformation in Sachsen oder der Sitz des polnischen Gegenkönigs Leszczynski sind Merk-male dieser Entwicklung.

200 Jahre Garnisonsstadt gingen mit dem Abzug der russischen Streitkräfte im Jahr 1993 zu Ende. Neue kommunale Ziele mußten für Leisnig gesetzt werden.

Mit der Burg Mildenstein, dem 800jährigen Zisterzienserkloster Buch sowie der Altstadt, die ein Flächendenkmal von nationaler Bedeutung darstellt, sind im Landkreis Döbeln, in deren Zusammenwirkung, einmalig.

Daraus ableitend nimmt die Stadt Leisnig eine kulturhistorische Stellung ein.

In der Landesentwicklungsplanung ist für Leisnig die Zielrichtung mit dem Schwerpunkt des Städtetourismus, neben Leipzig und Colditz, gesetzt. Aufgrund der Traditionen und Gegebenheiten wird Leisnig bereits seit 10 Jahren als Aus-flugsort eingestuft. Die Stadt setzt sich dabei das Ziel, Leisnig zu einem Erholungs-ort zu entwickeln.
 
Aufgrund der Gegebenheit als ehemalige Garnisonsstadt, der Topographie, des Denkmalschutzes und des Landschaftsschutzes wird sich Leisnig nicht zu einer Industriestadt entwickeln können. Eine gesunde mittelständische Industrie ist jedoch unabdingbar für die Entwicklung als Erholungsort. So passen sich die gewerblichen Bereiche auf den Liegenschaften der ehemaligen russischen Streitkräfte sowie die
Nachnutzung vorhandener Industriebrachen der Zeilstellung an.

Hervorragende Wohnlagen, das romantische Flair der Altstadt sowie die günstige Lage zwischen den Großstädten und der unmittelbare Autobahnanschluß sind gute Möglichkeiten für die Entwicklung.

Die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung in der Region werden von hohem Erho-lungswert geprägt. Zahlreiche Kilometer von ausgewiesenen Wanderwegen, ein Freibad, Veranstaltungsbereiche, Sport- und Tennisanlagen sowie die regional be-deutsamen Feste, wie Burg- und Altstadtfest, Erntedankfest in Klosterbuch, Blüten-fest, bilden die Voraussetzung für touristische Nutzung.
 
Die Region wird weiterhin durch den traditionellen Obstbau geprägt. Die ansässigen Unternehmen sind im deutschsprachigen Raum aufgrund ihrer Größe und der Konzentration der Obstanlagen bedeutsam. Leisnig führt daher zurecht den Beiname „Stadt der Baumblüte“.

Dies ist neben der primären wirtschaftlichen Situation, ausgedrückt durch fast 400 Beschäftigte im Obstbau, weiterhin bedeutsam für ein reizvolles Landschaftsbild und damit ein Magnet für Großstädte.
 
12.01.2005 | Leisnig

 
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